Tauchregeln

  • Tauchregeln Trimix     (07/15)

    1 Technisches Tauchen mit Luft, Trimixtauchen und Rebreathertauchen muss ich bei der Anmeldung angeben. Die Tauchregeln Sporttauchen gelten auch hier, sofern sich diese nicht widersprechen.
    2 Es gelten die Ausbildungsrichtlinien der anerkannten technischen Ausbildungsorganisation, es sei denn, sie werden durch Regeln der Tauchbasis Kreidesee eingeschränkt.
    3 Der Sauerstoffpartialdruck des Atemgases darf 1.4 bar während der Arbeitsphase des Tauchganges und 1.6 bar während der Dekompressionsphase nicht überschreiten.
    4 Die maximale Tauchtiefe mit Luft beträgt 45 Meter! Solotauchgänge sind grundsätzlich verboten.
    5 Bei Tauchgängen mit Trimix beträgt die maximale Narkosetiefe 30 Meter.
    6 Als TL darf ich mit max. zwei Schülern gleichzeitig tauchen. Bei Ausbildungen unterhalb 50 m richtet sich das Ausbildungsverhältnis nach den jeweiligen Standards des Verbandes.
    7 Eine entsprechende Zertifizierung, der Nachweis einer gültigen Tauchunfallversicherung und der Tauchplan sind auf Verlangen vorzulegen.
    8 Das Rebreathertauchen ist nur mit einem auf das Gerät bezogenen Ausbildungsnachweis des Herstellers oder eines Verbandes gestattet.
    9 Scooter darf ich benutzen, wenn ich mind. 100 Tauchgänge nachweisen kann. Das Fahren an der WOF sowie bei Sichtweiten unter 10 m ist mir untersagt.
    10 Die Tauchbasis Kreidesee behält sich das Recht vor, Taucher vom technischen Tauchen auszuschließen, jedoch ungeachtet der Taucherlaubnis im Sporttauchbereich.
    11 Bei einer nicht anerkannten Ausbildungsorganisation habe ich mit dem "Anmeldungsbogen Technisches Tauchen" meine Qualifikation nachzuweisen.
    12 Ich erhalte ein Tauchverbot, wenn ich mich nicht vor dem Tauchen anmelde, durch fahrlässiges Verhalten die Rettungskette einleite oder gegen hier gültige Regeln verstoße.
    13 Mit meiner Unterschrift auf dem Anmeldebogen erkenne ich alle hier gültigen Regeln bedingungslos an.
  • Tauchregeln Apnoe     (07/15)

    1 Ich melde mich vor dem Tauchen, entsprechend meiner geplanten Tauchart z.B. Apnoe an und bestätige den Erhalt der ausliegenden Seeskizze sowie der Tauchregeln.
    2 Mein tauchärztliches Attest ist nicht älter als zwei Jahre, ab 40 Jahre nicht älter als ein Jahr. Tauchen unter Einfluß von Rauschmittel ist verboten. Eine Tauchunfallvers. wird empfohlen.
    3 Apnoetaucher sind den Gerätetauchern gleichgestellt. Für das Tauchen tiefer als 12 m benötige ich ein Apnoebrevet! Die VDST Apnoe-Sicherheitsregeln muss ich beachten!
    4 Die Grenzen liegen bei 75 m Streckentauchen, 25 m Tieftauchen und 3 min Zeittauchen! Möchte ich diese Grenzen überschreiten, muss ich mich durch einen weiteren Taucher absichern. Ich muss Führungsseil und Oberflächenboje benutzen.
    5 Ich tauche und trainiere nie allein! Zur Vermeidung von Unfällen durch Blackout ist es unbedingt notwendig, dass ich jederzeit meinen Partner im Blickfeld habe. Ich sichere meinen Partner besonders in der "Endphase" des Aufstiegs auf Armlänge ab. Ein Blackout kann auch noch an der Wasseroberfläche auftreten.
    Dies gilt auch für das gemütliche "Urlaubsschnorcheln".
    6 Apnoetauchgänge erfolgen vor Gerätetauchgängen! Das durch einen Gerätetauchgang aufgesättigte Gewebe gibt während der plötzlichen Druckentlastung durch das beim Apnoetauchen typische Jo-Jo-Profil vermehrt Mikrobläschen frei. Diese werden durch Anstrengung und schnelle Aufstiege noch vergrößert. Es besteht somit deutlich erhöhte Gefahr eines Dekounfalls.
    7 Als TL entscheide ich eigenverantwortlich, den Verhältnissen angepasst, über die Anzahl der mittauchenden Schüler.
    Am Rüttler (E3) sind sämtliche Ausbildungstauchgänge verboten.
    Ich darf am Rüttler nur tauchen, sofern ich mind. 40 Tauchgänge, davon 5 im Kaltwasser, nachweisen kann.
    8 Von "Objekten" muss ich Abstand halten und darf mir keinen Zugang verschaffen. Beschädigungen werden als Sachbeschädigung angezeigt.
    9 Ich bekomme ein Tauchverbot, wenn ich mich nicht vor dem Tauchen anmelde, durch fahrlässiges Verhalten die Rettungskette einleite, oder gegen diese Tauchregeln verstoße.
    10 Bei einem Unfall übernehme ich alle damit verbundenen Kosten, auch für Fehlalarme, welche durch mein Verhalten ausgelöst werden. Ich nehme zur Kenntnis, dass in vertretbarer Distanz eventuell keine Druckkammer zur Verfügung steht.
    11 Mit meiner Unterschrift auf dem Anmeldebogen erkenne ich alle hier gültigen Regeln bedingungslos an.
  • Tauchregeln Sporttauchen     (07.15)

    1 Ich melde mich vor dem Tauchen, entsprechend meiner geplanten Tauchart an und bestätige den Erhalt der ausliegenden Seeskizze sowie der Tauchregeln.
    2 Mein tauchärztliches Attest ist nicht älter als zwei Jahre, ab 40 Jahre nicht älter als ein Jahr. Tauchen unter Einfluß von Rauschmittel ist verboten. Eine Tauchunfallvers. wird empfohlen!
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    Ich muss kaltwassertaugliches und komplettes Equipment gem. DIN EN250 benutzen.
    Zwei getrennt absperrbare Atemsysteme, aus denen ich auch selbst atmen kann, sind vorgeschrieben.
    Nach Ausfall eines Automaten, muss weiterhin eine funktionierende Tariermöglichkeit zur Verfügung stehen.

    4 a. max. Tauchtiefen: 25 m - Bronze, OWD, AOWD, äquivalent
                                      40 m - Bronze + 100 Tauchgänge, Silber, Rescue, oder äquivalent                                                                                                  
                                      45 m - Silber + 100 Tauchgänge, Gold, DCS, DM, oder höher
                                      15 m - Nachttauchen

    b. Ausbildungs-Tieftauchgänge muss ich unmittelbar vorher anmelden. Hierbei muss mein Tauchpartner mindestens Goldo der ein höheres Brevet besitzen.

    c. Mein Tieftauchspecial wird anerkannt, sofern ich mindestens 40 TG nachweisen kann.

    5 Ein Sicherheitsstop von 3 Min. auf 3 m ist Pflicht.
    Meine größte Dekostufe beträgt 3 m, mein Restdruck mind. 40 bar.
    Mein Buddyabstand darf max. 3 m betragen.
    Bei Verlust des Buddykontaktes muss ich sofort vorschriftsmäßig auftauchen. (Siehe Nr. 8,11)
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    Als TL entscheide ich eigenverantwortlich, den Verhältnissen angepasst, über die Anzahl der mittauchenden Schüler.
    Am Rüttler (E3) sind sämtliche Ausbildungstauchgänge verboten.
    Ich darf am Rüttler nur tauchen, sofern ich mind. 40 Tauchgänge, davon 5 im Kaltwasser, nachweisen kann.

    7 Scooter darf ich benutzen, wenn ich mind. 100 Tauchgänge nachweisen kann.
    Das Fahren an der WOF sowie bei Sichtweiten unter 10 m ist mir untersagt.
    Beim Tauchen mit Nitrox beträgt mein O2-Partialdruck max. 1,4 bar.
    8 Solo-Tauchen und Tauchen zwischen 23.00 - 06.00 Uhr ist untersagt.
    9 Von "Objekten" muss ich Abstand halten und darf mir keinen Zugang verschaffen. Beschädigungen werden als Sachbeschädigung angezeigt.
    10 Ich bekomme ein Tauchverbot, wenn ich mich nicht vor dem Tauchen anmelde, durch fahrlässiges Verhalten die Rettungskette einleite oder gegen diese Tauchregeln verstoße.
    11 Bei einem Unfall übernehme ich alle damit verbundenen Kosten, auch für Fehlalarme, welche durch mein Verhalten ausgelöst werden. Ich nehme zur Kenntnis, dass in vertretbarer Distanz eventuell keine Druckkammer zur Verfügung steht.
    12 Mit meiner Unterschrift auf dem Anmeldebogen erkenne ich diese Regeln bedingungslos an.
  • Konfiguration

    konfigurationUnsere empfohlene Konfiguration für Tauchgänge im Kaltwasser, insbesondere im Kreidesee Hemmoor. (Im Bild genutzte Automaten, Ventile und Flaschen stellen nur ein Beispiel da!)


    An dem Hauptautomat, welcher am rechten Ventil angeschraubt wird, befindet sich nur eine zweite Stufe, aus der während des Tauchgangs geatmet wird. Dieser Automat muss hochwertig und kaltwassertauglich gemäß EN 250 sein, um ein Vereisen nach Möglichkeit auszuschließen! Auf keinen Fall sollte die HAUPT-Tarierung (bei Nasstauchern das Jacket) hier angeschlossen sein, da die Doppelbelastung der ersten Stufe ein Einfrieren begünstigt! Die Zweittarierung (z.B. bei Trockentauchern) kann hier jedoch angeschlossen werden.

    Der Zweitautomat befindet sich i.d.R. am linken Ventil, mit Schlauchführung von rechts! Er dient normalerweise nicht zur Wechselatmung, sondern ist der Ersatzautomat für einen selbst, sofern der Hauptautomat ausgefallen bzw. vereist ist. Vorzugsweise sollte dieser schon mit einem Nackenband um dem Hals hängen. An diesem Automat befindet sich weiterhin das Finimeter und der Inflator für die Haupttarierung. Nur so ist gewährleistet, dass bei Ausfall des Hauptautomaten und dem Wechsel auf das Zweitsystem noch die Haupttarierung funktioniert und man den sofortigen Aufstieg einleiten kann. Auf die Schlauchführung von rechts ist bei Nutzung einer normalen zweiten Stufe zu achten, da sonst der Blasenabweiser auf die Nase drückt!

    Das redundante System dient (im Kreidesee) nur zur Eigennutzung und ist nicht zur Wechselatmung dedacht! Bei der Benutzung einer "normalen" zweiten Stufe würde der Tauchpartner den Automat nämlich falsch herum in den Mund nehmen, d.h. mit dem Blasenabweiser auf der Nase! Auf unserem Foto ist eine zweite Stufe abgebildet, die man von beiden Seiten in den Mund nehmen kann und somit auch tauglich für eine Wechselatmung ist! Auch ein extrem langer MD-Schlauch wäre geeignet, um eine Wechselatmung durchzuführen. ABER: Wir empfehlen den Zweitregler nur selbst zu nutzen, da der Tauchpartner ja auch selbst einen Zweitautomat besitzt! Dieser Punkt der Vorgehensweise MUSS mit dem Buddy vor dem Tauchgang besprochen werden und sollte dann von beiden Tauchern gleich genutzt werden!
  • Grundsätzlich ist zu bachten

    In der Flasche muss sich trockene Luft nach DIN-EN 12021 befinden. Ist erst einmal Feuchtigkeit in der Flasche, so bekommt man diese auch mit der trockensten Luft nicht wieder heraus! Die Benutzung von Doppelventilen mit nur einem aufgeschraubten Automaten (z.B. Schwimmbadausbildung) stellt ein erhöhtes Risiko bei nachfolgender Füllung und Nutzung da!

    Die erste Stufe des Lungenautomaten muss von innen absolut trocken sein. Zum Abspülen niemals ohne Kappe ins Wasser tauchen oder die erste Stufe im Regen liegen lassen. Vor dem Anschrauben des Automaten die Gewinde im Ventil kontrollieren und eventuell ausblasen! Wer unbedingt die erste Stufe abblasen möchte, sollte diese mit dem Daumen dicht halten.

    Automaten die ganz frisch aus der Revision kommen, sollten nicht sofort für einen Tieftauchgang genutzt werden, sondern vorsichtshalber erstmal für einen weniger anspruchsvollen Tauchgang.

    Nach Zurücklegung einer größeren Strecke zum Einstieg sollte nicht sofort abgetaucht werden. Eine kleine Pause hilft den Puls wieder zu normalisieren und somit den Luftverbrauch zu minimieren. Weiterhin sollte die zweite Stufe nicht voll "aufgedreht" werden und niemals gleichzeitig geatmet und tariert werden!

    Schlauchhalter und Karabiner sollten auf Eignung geprüft werden. Aus einigen Haltern bekommt man den Zweitautomat im Notfall nicht herausgezogen! Die mögliche Eigennutzung des Zweitautomaten sollte vor dem Abtauchen nochmals probiert werden!

    Es handelt sich bei unserer Konfiguration um eine Empfehlung für den Kreidesee. Wer eine für sich bessere Konfiguration gefunden hat, darf sie natürlich auch nutzen, sofern sie unseren "Tauchregeln Sporttauchen" entsprechen!