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  • Du brauchst ein ärztliches Attest!

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    Nachweis vom Hausarzt

    Du brauchst ein ärztliches Attest! Es reicht aber ein normaler Nachweis von deinem Hausarzt, dass er dich für tauchtauglich hält. Der Arztstempel in deinem Taucherpass ist ebenfalls ausreichend!

  • Tauchunfallversicherung

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    ist keine Pflicht

    Eine Tauchunfallversicherung ist keine Pflicht, ABER im Falle eines Unfalls kommen Kosten bis zu 15.000,- auf dich zu! Selbst wenn ein Fremder für dich die Rettungskette einleitet, obwohl du sie evtl. nicht brauchst, bist du in der gesetzlichen Zahlungspflicht!

  • Tauchequipment

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    Zweitautomat vorgeschrieben

    Überprüfe dein Tauchequipment vorher? Bei uns ist ein Zweitautomat vorgeschrieben. Natürlich musst du ihn nicht nur dabei haben, sondern auch damit umgehen können! Jeder Taucher/Taucherschüler muss komplett ausgestatt sein! Leihequipment kann bei uns eine Woche vorher telefonisch bestellt werden!

    In den Sommermonaten kannst du die meisten Tauchspots problemlos mit einem Semidry betauchen, ansonsten wäre ein Trocki gerade für tiefe Tauchgänge empfehlenswert!

  • Anmeldung in der Tauchbasis

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    Brevetkarte & ärztliches Attest

    Zum Anmelden in der Tauchbasis solltest du deine Brevetkarte und dein ärztl. Attest dabei haben. Bei großem Andrang verlassen wir uns beim Anmelden auf deine wahrheitsgemäßen Angaben und kontrollieren diese nur stichprobenartig. Bei einem abgelaufenen Attest darfst du nicht ins Wasser!

  • Zahlung

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    Bar, Karte oder vorab

    Bei uns ist es möglich in bar oder mit Karte zu zahlen. Viele Leistungen können aber auch vorab gebucht und mit Paypal gezahlt werden. Aufgrund des hohen Taucheraufkommens manchmal die beste Wahl, um nicht anzustehen! Im Stadtzentrum gibt es zwei Banken mit Geldautomaten!

  • Solotauchen

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    nicht erlaubt!

    Solotauchen ist nicht erlaubt! Im Vorwege können Tauchpartner über unsere Buddybörse gefunden werden. Wer spontan hier aufschlägt kann natürlich auch vor Ort Taucher ansprechen, ob er sich anschließen darf! Wir können spontan kein Personal für geführte Tauchgänge zur Verfügung stellen!

  • Erster Besuch

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    leider keine "ausführliche Einweisung"

    Wer uns das erste Mal besucht und am Wochenende anreist, kann aufgrund des hohen Taucheraufkommens leider keine „ausführliche Einweisung“ erwarten. Deshalb empfehlen wir unseren Neukunden sich vorher im Internet schlau zu machen oder sich erfahrenen Hemmoor-Tauchern anzuschließen. In der Woche steht einem ausführlichen Briefing aber nichts im Wege!

  • Wer uns besuchen möchte,

    Vor Anreise beachten

    Wer uns besuchen möchte, sollte sich rechtzeitig um folgende Punkte kümmern und einige Tipps und Hinweise zur Kenntnis

Location

Cuxhavener Str. 1
21745 Hemmoor, Germany

Erreichbarkeit

Per Telefon

Per Fax

Online Reservieren

Mails brauchen bei uns Zeit!

Der Kreidesee

Der See heute

Lage: Niedersachsen, Hemmoor, ca. 45 km südöstlich von Cuxhaven.

Tiefe: bis zu 60 Meter, je nach Wasserstand

Größe: ca. 1300 m x 500 m

Tauchsaison: Halbtrocken: April bis November / Trocken: ganzjährig

Eis: eigentlich nie! Evtl. alle 20 Jahre

Sicht: Bei optimalen Wetter kann die Sicht auf bis zu 40 Meter ansteigen, bei schlechten Bedingungen z.B. viele Taucher, viel Wind oder Regen nur noch 5-10 Meter. Im Schnitt ca. 10-20 Metern.

Das Wetter beeinflusst die Sicht stärker, als die Anzahl der Taucher. Von Dienstag bis einschließlich Donnerstag ist in der Regel mit den besten Sichtweiten zu rechnen.

Anforderungen: An den Einstiegen 0, 1, 4a u. 4b kommen Anfänger auf ihre Kosten, da viele flache Bereiche vorhanden sind.

Die Einstiege 2 und 5 sind für den "normal" geübten Taucher geeignet, da neben flachen Bereichen der Seegrund auch an vielen Stellen steil abfällt. 

Am Einstieg 3 dürfen nur erfahrene Taucher abtauchen, welche mind. 40 Tauchgänge inkl. 5 Kaltwassertauchgänge nachweisen können. Weiterhin sind am Einstieg 3 Tauchausbildungen untersagt.

Flora & Fauna

Es gibt eine Fülle an Süßwasser-Flora und -Fauna im Kreidesee zu entdecken und zu erleben. Natürlich auch, weil in der Vergangenheit zahlreiche Fische aus der benachbarten Fischzucht ausgebüchst sind und sich in der Freiheit prächtig vermehrt haben. Üppiger Bewuchs verschiedener Algenarten in den Uferbereichen bietet Saiblingen, Forellen, Stinten, Aalen, Rotfedern und Schleien Unterschlupf.

Der See beherbergt zudem Barsche und Stichlinge in großer Zahl, Süßwassermuscheln, Schnecken und Schwämme sowie eine Fülle von Amphibien zu verschiedenen Jahreszeiten. Auch Süßwasserkrebse sind reichlich vertreten.

Forellen, Rotfedern und Flußbarsche sind am stärksten vertreten, wobei die Rotfedern in großen Schwärmen auftreten.

Seerosen
Krebs im Gefäß
Seesaibling
Anglerbereich
Unterwasserwald
Klares Wasser
Flußkrebs
Krebs im Gefäß
Unterwasserwald
Klares Wasser
Muschelsamlung
Boot bei Sonnenuntergang

Die Grube damals

1976

Blick auf die Kreidegrube und Zementfabrik, bevor 1976 die Grundwasser-Pumpen abgestellt wurden.

Kreide Weltweit

Im Fabrikhafen wurde Kohle angeliefert und gleichzeitig Kreide in die ganze Welt verschifft.

1900

Die Portland Zementfabrik und die Grube Anfang der 1900er Jahre.

1978

Luftaufnahme von 1978. Langsam füllt sich die Grube und wandelt sich zum See.

Schwebefähre überquert

Die Schwebefähre überquert die Oste in Hemmoor und ist heute ein Baudenkmal.

Bergbau-Maschinen

Bergbau-Maschinen, die Schichten von Kreide und bauen Zukunft See Wände.

1862 bis 1989

Der Kreidesee im Stadtteil Warstade ist das Resultat von 117 Jahren Zementproduktion. Die Stader Kaufleute J. H. Hagenah und A. Schultz erwarben 1862 brachliegendes Land und errichteten eine Kalk- und Ziegelbrennerei auf dem Gelände. Zusätzlich errichte Hagenah auf dem Gelände eine kleine Zementfabrik, die im Tagebau Rohmaterial förderte, für den steigenden Zementbedarf des aufkommenden Industriezeitalters.

Zur Herstellung von Zement werden Kreide, Ton und Kohle benötigt, und in der Region von Hemmoor trat eine solche Ader von »Schreibkreide« an die Oberfl äche. Eine der weltgrößten Zementfabriken enstand mit der Gründung der Aktiengesellschaft »Portland Cementfabrik Hemmoor«, deren Zement nach Angaben von Zeitzeugen sogar für den Sockel der New Yorker Freiheitsstatue geliefert wurde. Der zur Herstellung notwendige Ton kam vom Westerberg aus Lamstedt, die Kohle für die Brennöfen kam auf Segel- und später auf Dampfschiff en, vorzugsweise aus Norwegen und Südafrika, wo sie in Hamburg auf Schuten für den Weitertransport auf der Oste in mühseliger Handarbeit verladen wurde. Die Kohle aus dem nahe gelegenen Ruhrgebiet war zu hochwertig und zu teuer, um sie für die Zementproduktion zu verschwenden. Über die werkseigene Schmalspurbahn wurde das Material letztlich vom Ostehafen im Ortsteil Schwarzenhütten zum Werk befördert. Die Bahn wie auch die Schuten transportierten auf ihrem Rückweg den begehrten Zement – anfänglich in Fässern und später in Säcken abgepackt. Die Zementfabrik war zu ihrer Blütezeit mit etwa 2000 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber in der sonst wirtschaft lich eher schwachen Region.

In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts übernahm die »Alsen’sche Portland Cementfabrik« das Werk und somit das Loch in der Norddeutschen Tiefebene, das 1981 mit über 60 Hektar Fläche und einer Tiefe von fast 120 Metern extreme Ausmaße angenommen hatte (1,2 x 0,5 km).

1983 kam dann das wirtschaft liche Aus, da die Grube immer tiefer und die Förderung immer teurer wurde. Auch das ständig nachdrückende Grundwasser bereitete Probleme. Zudem war die nahe Bundestraße ein weiteres Sicherheitsrisiko. Obwohl das Werk noch bis 1982 mit Kreide aus Itzehoe Zement produzierte, wurde die örtliche Kreideförderung schon 1976 stillgelegt und die Grundwasserpumpen wurden abgeschaltet, da die Trennung der vor Ort geförderten Kreide von den Feuersteinen zu kostspielig war. Ein Teil der Grube wurde mit Oberflächensand (Abraum) und Steinen wieder aufgefüllt. Trotz schnell steigendem Wasserspiegel dauerte es sechs Jahre bis der Kreidesee sein heutiges Niveau erreichte.

Das Zementwerk wurde am 31. Dezember 1983 stillgelegt, und im Mai 1985 wurde mit den Abbrucharbeiten begonnen. Nach dem kompletten Abbruch der Fabrik wurde nur der Bereich der Grube entlang der B73 verfüllt, um die Uferzonen zu stabilisieren. Hier befindet sich heute der Schotterweg zum Einstieg 5. Dem Tagebau verdanken Taucher heute einen einmaligen See, mit 33 Hektar Fläche und immerhin noch 60 Metern Tiefe der dritttiefste in Norddeutschland. Das leicht basische Wasser mit wenig Plankton beschert in Schönwetterperioden beachtliche Unterwasser-Sichtweiten.

Mitte der 80er Jahre entdeckten die ersten Sporttaucher den See, der schon damals mit einer eindrucksvollen Süßwasserflora und -fauna überraschte. Anfänglich waren es DLRG-Taucher, allen voran Holger Schmoldt und Ulf König, die das tiefe Gewässer erkundeten und als Erste kartierten. Weitere Besucher folgten. Wer kam, quälte sich, zum Teil nur durch ein Seil gesichert, die steilen Böschungen hinunter. Eine tauchergemäße Infrastruktur gab es nicht. Wildes Campen am See war angesagt – egal zu welcher Jahreszeit – und überall tuckerten Kompressoren.

In diesen Jahren präsentierte sich die Umgebung des Gewässers als Industriebrache; eher kahl und abweisend. Wenn da nicht eben dieser einmalige See gewesen wäre ...