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Tachplatze

 

0 - Pflasterstraße

Auf der Pflasterstraße fuhren damals Lkws, um Abraum, Feuersteine oder Gerätschaften zu transportieren. Der relativ hohe Bordstein ist fast immer erkennbar und führt direkt zum Rüttler. An einigen Stellen wurde die Straße durch Uferabbrüche überschüttet, aber man braucht nur geradeaus zu tauchen und stößt dann wieder auf den  Bordstein. Aufgrund des gleichbleibenden Neigungswinkels in die Tiefe ist dieser Tauchplatz der beliebteste Platz zum Eingewöhnen. Gleich links neben dem Einstieg befindet sich ein kleines Sperrgebiet für die Rettungsboote. Im Flachbereich halten sich in der Regel größere Exemplare von Forellen auf. Die Sicht ist häufig im Einstiegsbereich stärker eingetrübt, da hier viele Tauchschulen ausbilden. Der Einstieg 1 wird am meisten frequentiert, weil auch viele Taucher zu Fuß von den Ferienhäusern und vom Campingplatz kommen.

BOJE: keine       EINSTIEG: E1      TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 1-3      TAUCHTIEFE: 0-32 m     FOTO & VIDEO:

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1 - Fahrbares Förderband

1 Dieses Förderband diente einst zum kurzwegigen Transport von Schüttgut. Stellenweise wurden diese mobilen Förderbänder auch genutzt, um das Abraummaterial, welches wieder in die Grube verfüllt wurde, ausreichend über die Grubenkante hinaus zu befördern. Im heutigen Bereich von Einstieg 0 endete damals ein solches Abraumband. Es führte von der Abbaustelle in der Grube heraus, bis zum quadratischen Loch vor dem Rüttler. Hier fiel der Abraum durch das Loch auf das in dem unterirdischen Gang befindlichen Förderband, welches vorne bei der Meisterbude wieder herausführte. Von dort lief es neben der Straße bis zu dem Verfüllpunkt, bei dem heutigen Einstieg 0. Die Schwellen des Förderbandes sind heute noch neben dem Bordstein zu sehen. Auch in der Verladestation der Zementfabrik wurden derartige Förderbänder genutzt.

BOJE: keine      EINSTIEG: E0      TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 1      TAUCHTIEFE: 13 m      FOTO & VIDEO:

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2 - LKW Rampe 

Die Spundwand befand sich damals am Ende einer alten Fabrikstraße, unmittelbar am Grubenrand, über welche die Lkws rückwärts an die Grube herangefahren sind. Hier wurden Flintsteine und überflüssiges Abraummaterial in den damals tiefsten Bereich der Grube gekippt, in dem nicht mehr abgebaut wurde. Damit die Lkws möglichst dicht an die Kante heranfahren konnten, wurden hier Spundwände in die Kreide gerammt und Stahlplatten verlegt. Später wurde die Straße entfernt und die Grube vergrößert, die Spundwand jedoch stehen gelassen. Nachdem die Grube geflutet war, wurde an der Spundwand die Fischzuchtanlage befestigt, welche 1998 jedoch in den nordöstlichen Seeteil verlegt wurde. Gut zu erkennen ist heute noch der herabhängende Laufsteg der alten Zuchtanlage.Die Stahlplatten sind mittlerweile unterspült und die entstandene »Höhle« sieht spektakulär aus, aber man sollte nur mit der Lampe hineinleuchten, da hier Einsturzgefahr besteht!

BOJE: keine      EINSTIEG: E0 / E1      TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 1      TAUCHTIEFE: 0–6 m      FOTO & VIDEO:

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3 – Betonbomben

Bei den Betonbomben oder auch Betonschüttsilos handelt es sich um etwa zwei Meter hohe Gestelle mit einem Durchmesser von etwa anderthalb Meter. Sie sind Relikte aus der Produktionszeit und dienten damals zur Verladung von losem Zement und auch zur Befüllung von Öfen. Noch heute werden baugleiche Betonbomben von Kränen auf vielen Baustellen genutzt. Ursprünglich lagen zwei Betonbomben in 43 Meter Tiefe, dort wo der Steilhang neben dem Wachcontainer ausläuft und in eine flachere Schräge des Westufers übergeht. Da in der Nähe des heutigen E0 damals ein Lagerplatz für derartige Geräte war, sind diese wahrscheinlich ungewollt in die Grube gerollt. Um auch Anfängern das Betauchen zu ermöglichen, wurde eine Betonbombe 1996 gehoben und neben die Straße gestellt. Die verbliebene Bombe ist mit einer roten Boje gekennzeichnet und kann auch gut zum Apnoetauchen genutzt werden.

BOJE: keine      EINSTIEG: E0 / E1      TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 5      TAUCHTIEFE: 43 m      FOTO & VIDEO:  

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4 – Steilhang

Der Steilhang führt hinab zu einer der tiefsten Stellen im See und unterstreicht auch heute noch die gigantischen Dimensionen des »Lochs« in der norddeutschen Tiefebene. Die markanten Wände ohne Abstufungen wurden noch per Hand gegraben und besitzen somit nicht die typischen maschinellen Terrassenstufen. Sie befinden sich nur im vorderen älteren Bereich und gingen damals bis auf eine Grubentiefe von 120 Meter. Oft kann man an den Steilwänden ziemlich große weiße Flächen erkennen, an denen nach längerem Regenfall das Grundwasser in den See gedrückt und weißer Kreideschlamm ins Wasser gespült wird. Das Übertauchen der markanten Abbruchkante stellt gerade für Anfänger eine anspruchsvolle Situation dar, weil man quasi den »Boden unter den Füßen« verliert! Oft erkennt man auch noch damalig ausgespülte Regenrinnen und viele große Feuersteinformationen in den Wänden.

BOJE: keine     EINSTIEG: E1     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 1-5     TAUCHTIEFE: 0-5 m     FOTO & VIDEO:

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5 – Segelboot

Das Segelboot hat eine Länge von etwa sechs Meter und war bis kurz vor seiner Versenkung 2005 noch fahrtüchtig, allerdings stark renovierungsbedürftig. Der Eigentümer, selbst passionierter Sporttaucher, entschied sich, das Boot zum Versenken abzugeben, um anschließend auf eine andere Art noch lange Freude daran zu haben. Es steht aufrecht auf der Straße und ist mit seinem gesetzten Segel ein nettes Fotomotiv. Zusätzlich stellt es ein »krönendes Ziel« für jede Anfängerausbildung dar. Häufig suchen kleinere Schwärme von Flußbarschen in der Kajüte Unterschlupf. Diese kann zwar nicht betaucht werden, aber ein Blick durch die scheibenlosen Fenster lohnt sich allemal. 2005 wurde es unbefugt zum Steilhang versetzt und dort auf 51 Meter versenkt. Nach der nicht ganz einfachen Hebeaktion wurde es anschließend wieder aufrecht auf die Straße gestellt.

BOJE: keine     EINSTIEG: E1     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 1     TAUCHTIEFE: 12 m     FOTO & VIDEO:

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6 – Ausbildungsplattform

Zwei fünf mal fünf Meter große Plattformen schweben anscheinend im Wasser, gehalten durch ihren eigenen Auftrieb und entsprechende Seilsicherungen auf dem Grund. Eine Plattform befindet sich auf drei Meter und eine auf sechs Meter Tiefe. Sie eignen sich hervorragend zur Anfängerausbildung und sind relativ einfach zu finden. Entweder muss man an der Oberfläche zur Boje paddeln, oder unter Wasser dem Bordstein folgen. Auch unter der unteren Plattform halten sich gelegentlich kleinere Fischschwärme auf, um im Schatten Sicherheit zu suchen. Sie sind ideal für die Anfängerausbildung geeignet, da man sich hier bedenkenlos hinknien und festhalten kann, ohne Sediment aufzuwühlen. Eine weitere Plattform mit einer Größe von vier mal vier Meter befindet sich in drei Meter Tiefe direkt am Einstieg 0.

BOJE: 06     EINSTIEG: E1     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 1        TAUCHTIEFE: 3-6 m     FOTO & VIDEO:

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7 - Kleine Bäume

Wenn man die Straße abwärts taucht, sieht man auf der rechten Seite eine Böschung mit sehr vielen kleineren Bäumen und Büschen. Diese eignen sich hervorragend für den Rückweg, wenn man die Straße wieder zum Einstieg 1 zurücktaucht. Da sie sehr eng stehen, kann man jedoch nicht nebeneinander tauchen. Es ist darauf zu achten, sich nicht festzuhalten und ausreichend Abstand zu halten, da die Äste sehr leicht abbrechen und der Wald sonst bald nur noch aus kahlen Stämmen bestehen würde. Hier sollte man gemütlich entlangtauchen, die vielen Muscheln und Krebse auf dem Boden beobachten und bei Sonnenschein das Wellenflimmern auf dem hellen Sandgrund genießen. Der gesamte Uferbereich ist ein schöner Platz für Fotografen, die sich auf Makro spezialisiert haben oder gerne mystische Aufnahmen machen. Stellenweise trifft man auch noch auf alte Hangbefestigungen sowie auf Fundamentreste von Trafohäuschen.

BOJE: keine     EINSTIEG: E1 / E2     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 1-2     TAUCHTIEFE: 0-20 m     FOTO & VIDEO:

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8 – Betonbombe II

Bei den Betonbomben oder auch Betonschüttsilos handelt es sich um etwa zwei Meter hohe Gestelle mit einem Durchmesser von anderthalb Meter. Sie sind Relikte aus der Produktionszeit und dienten damals zur Verladung von losem Zement und auch zur Befüllung von Öfen. Noch heute werden baugleiche Betonbomben von Kränen auf vielen Baustellen genutzt. Ursprünglich lagen zwei Betonbomben in 43 Meter Tiefe, dort wo der Steilhang neben dem Wachcontainer ausläuft und in eine flachere Schräge vom Westufer übergeht. Diese Betonbombe wurde 1996 geborgen und anschließend neben die Straße gestellt. Es handelte sich dabei um eine Auflage des Ordnungsamtes, um zu damaliger Zeit auch Tauchobjekte im flacheren Bereich anbieten zu können! Es ist erstaunlich, wie wenig Rostansätze am Metall zu erkennen sind, obwohl diese schon über 30 Jahre im Wasser gelegen haben.

BOJE: keine     EINSTIEG: E1 / E2     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 3     TAUCHTIEFE: 23 m     FOTO & VIDEO: 

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9 - Meisterbrude & Gänge

Bei den zwei parallel verlaufenden »unterirdischen « Gängen vor dem Rüttler handelt es sich um Kellergänge mit einem Durchmesser von je drei mal zwei Meter und einer Länge von 23 Meter. In einem Gang war damals eine Förderbandanlage installiert, damit die schweren Gruben-Lkws einfach darüber hinweg fahren konnten. Der zur Seemitte hin gelegene Gang diente mehr oder weniger als Werkstatt und als Aufenthaltsraum für den Rüttlermeister. Bei der sogenannten Meisterbude handelt es sich im Grunde um einen Bretterverschlag mit Fenster, Pritsche und Ofen. Hinter der Bude stehen dann noch Blechschränke und Werkzeugbänke und an den Wänden hängen noch einige Schläuche. Aufgrund der häufigen Tauchunfälle in den Gängen mussten diese mit Gittern verschlossen werden, sodass man heute nur noch hineinleuchten kann.

BOJE: keine     EINSTIEG: E2 / E2     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 4-5     TAUCHTIEFE: 35 m     FOTO & VIDEO:

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10 - Rüttler Brücke LKW

  • Rüttlerskizze

    Am Ende der Pflasterstraße befindet sich in 32 Meter Tiefe der Rüttler, ein zwöf Meter hohes Betongebäude mit angrenzender Brücke und unterirdischen Gängen. Hier wurde damals mit dem darin befindlichen Brecher und der Sortieranlage Kreide von Feuersteinen getrennt, die von drei großen Tagebau-Lkws herangeschafft wurde. Durch einen unterirdischen Gang wurde die Kreide entlang der Straße auf einem Förderband zur Fabrik befördert. Innerhalb des Rüttlers haben sich heute zwei große Luftblasen gebildet, in denen man sich unterhalten kann. Wer hier auftauchen möchte, sollte sein Jacket aufgrund der Vereisung des Automaten nur stoßweise befüllen! Die Brücke diente damals den Lkws als Auffahrt, um Kreide abzukippen. 2005 wurde ein nagelneuer Lkw so platziert, das es so aussieht, als würde er gerade Kreide in die Schütte kippen.

    BOJE: 10     EINSTIEG: E2 / E3     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 4-5     TAUCHTIEFE: 20-32 m     FOTO & VIDEO:
  • Rüttler Brücke LKW

    Am Ende der Pflasterstraße befindet sich in 32 Meter Tiefe der Rüttler, ein zwöf Meter hohes Betongebäude mit angrenzender Brücke und unterirdischen Gängen. Hier wurde damals mit dem darin befindlichen Brecher und der Sortieranlage Kreide von Feuersteinen getrennt, die von drei großen Tagebau-Lkws herangeschafft wurde. Durch einen unterirdischen Gang wurde die Kreide entlang der Straße auf einem Förderband zur Fabrik befördert. Innerhalb des Rüttlers haben sich heute zwei große Luftblasen gebildet, in denen man sich unterhalten kann. Wer hier auftauchen möchte, sollte sein Jacket aufgrund der Vereisung des Automaten nur stoßweise befüllen! Die Brücke diente damals den Lkws als Auffahrt, um Kreide abzukippen. 2005 wurde ein nagelneuer Lkw so platziert, das es so aussieht, als würde er gerade Kreide in die Schütte kippen.

    BOJE: 10     EINSTIEG: E2 / E3     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 4-5     TAUCHTIEFE: 20-32 m     FOTO & VIDEO:
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11 - Holztreppe

Um den täglichen Weg für die Grubenarbeiter abzukürzen, installierte man an der Steilwand vor dem Rüttler die Holztreppe, die aus verschiedenen Sektionen mit Plattformen bestand. Verankert wurde sie mit Metallstreben, die in die Kreide geschlagen waren. Beim Vollaufen der Grube haben einige Teile so viel Auftrieb bekommen, dass sie sich von der Steilwand gelöst haben und deshalb heute verkehrt herum hängen. Weiterhin führte die Treppe direkt zur Pumpstation, welche sich am tiefsten Punkt der Grube befand. Von hier verlief direkt neben der Treppe ein großes Rohr, mit dem die Grube ständig leergepumpt wurde. Ein Rest der Leitung mitsamt Absperrschieber ist heute noch vor der Meisterbude zu finden. Weitere Holztreppen sowie die Pumpstation sind am Grund noch unter dem Sand verborgen, da diese damals noch weitere 40 Meter in die Tiefe führte.

BOJE: keine     EINSTIEG: E3     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 5-6     TAUCHTIEFE: 42-55 m     FOTO & VIDEO:

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12 – Brückenkonstruktion

An dieser Stelle verlief damals ein Graben, in dem das Hauptförderband installiert war, welches vom hintersten Teil der Grube bis ganz hinaus führte. Das Förderband wurde von einem großen Schaufelradbagger bedient und führte direct über das kleine Loch, welches sich vor dem Rüttler am Boden befindet. Hier fiel das Baggergut auf das unterirdische Band, welches aus der Grube herausführte. Damit die Gruben-Lkws damals zum Rüttler hochfahren konnten, mussten sie allerdings das Hauptförderband überqueren. Deshalb wurde das Band einfach in einen Graben verlegt, sodass die schweren Lkws über eine flache stabile Brücke hinwegfahren konnten. Die stabilen Holzbohlen sind bei der Flutung aufgetrieben, sodas heute nur die ehemaligen Brückenköpfe zu sehen sind. Der Graben ist noch erkennbar, obwohl auch dieser bereits stark zugespült ist.

BOJE: keine     EINSTIEG: E3 / E4A     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 2-3      TAUCHTIEFE: 25 m     FOTO & VIDEO:

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13 – Steinschlagmatten

Bei den Stahlmatten handelt es sich um große Maschendrahtzäune, die früher flächendeckend über den Steilhang ausgerollt worden sind. Sie befinden sich oberhalb der Zufahrt zur Rüttlerbrücke und verhinderten damals den Steinschlag auf Personen und Gruben-Lkws. Mittlerweile sind viele Matten so stark verrostet, dass sie vom Eigengewicht abgerissen und zum Grund gefallen sind, andere trotzen dem Rost und hängen immer noch. An einigen Stellen hängen sie bis zu einem Meter vom Ufer entfernt und man könnte quasi zwischen Ufer und Matte hindurchtauchen, wenn es nicht so gefährlich wäre. Es fällt dabei viel Sediment herunter und man kann sich auch sehr leicht verfangen. Vereinzelt haben hier Fische vor Fressfeinden Unterschlupf gefunden. Die beste Tauchzeit ist am Morgen, da man tagsüber immer im Schatten des Steilhanges taucht.

BOJE: keine     EINSTIEG: E3 / E4A     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 1-2      TAUCHTIEFE: 0-20 m     FOTO & VIDEO:

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14 – Vergsorgunsleitengen

Es handelt sich um zwei Stahlrohre mit einem Durchmesser von etwa zehn Zentimetern, durch die damals stabile und armdicke Elektrokabel senkrecht in die Grube geführt wurden. Diese lieferten Strom bis zur Pumpstation am tiefsten Punkt der Grube. Auch die großen Schaufelbagger wurden elektrisch betrieben, um möglichst wenig Abgase in der Grube zu produzieren. Stellenweise sind die Rohre im Hang eingegraben, tauchen dann weiter unten jedoch wieder auf. An der heute untersten Stelle, in etwa 55 Meter, verschwinden sie senkrecht im Seegrund. Es ist schon eine merkwürdige Vorstellung, dass sie an dieser Stelle weitere 50 Meter tiefer in den Boden laufen, und man zu damaliger Zeit nochnicht einmal die Hälfte der Grubentiefe erreicht hätte. Im See stößt man vielerorts heute noch auf Reste der alten Kabel, die scheinbar nutzlos in irgendeine Ecke geworfen wurden.

BOJE: keine     EINSTIEG: E3 / E4A     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 1-5      TAUCHTIEFE: 0-56 m     FOTO & VIDEO:

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15 – PKW’s

Der blaue Mitsubishi wurde bis 1989 von der DLRG als »Platzkarre« genutzt, bevor er als Unterwasserattraktion versenkt wurde. Mittlerweile ist er total demoliert, weil er mehrfach von Behörden und Tauchfirmen als Bergeobjekt genutzt wurde. Manchmal finden hier kleine Fischschwärme Unterschlupf. Direkt daneben steht ein weißer VW Polo, welcher damals von einem Fernsehteam als Filmkulisse für die Sendung »Notruf « versenkt wurde. Alle Unterwasseraufnahmen wurden hier gedreht, weil die Sicht im Hamburger Hafen dafür zu schlecht war. Als er noch am E1 stand, wurde er 1999 von randalierenden Tauchern den Steilhang hinuntergeschoben und dabei stark beschädigt. Anschließend wechselte er mehrfach den Standort und stellt heute mit dem Mitsubishi einen Verkehrsunfall dar. Es ist nicht mehr viel dran, aber er hat inzwischen schon Kultstatus.

BOJE: 15     EINSTIEG: E4A     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 2-3      TAUCHTIEFE: 20 m     FOTO & VIDEO:

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16 – Wohnwagen

Künstlich im See versenkt steht dieser Wohnwagen im Interesse der erfahrenen Taucher, da er sehr tief liegt. Damit dieser Wohnwagen 1990 überhaupt unterging, wurden durch die fehlenden Fensterscheiben ausreichend Steine als Ballast geworfen. Niemand hatte die starke Styroporisolierung der Wände berücksichtigt. Der gleiche Versuch bei einem anderen Wagen schlug fehl. Die Steine waren so schwer, dass die Bodenplatte abriss und unterging, während der restliche Aufbau jedoch an der Wasseroberfläche trieb. Wenn man den Wagen genauer inspizieren möchte, gerät man aufgrund der Tiefe sehr schnell in Dekozeiten. Ein Eindringen sollte man jedoch tunlichst unterlassen, da die Tür sehr eng und der gesamte Aufbau mittlerweile morsch und instabil geworden ist. Auch das Hineinschauen birgt Gefahren, da aufgrund der niedrigen Fensterhöhe sehr schnell unbemerkt Sediment aufgewirbelt wird.

BOJE: keine     EINSTIEG: E4A     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 4-5      TAUCHTIEFE: 40 m     FOTO & VIDEO:

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17 – DLRG Wohnwagen

Bei diesem Wohnwagen handelt es sich um den ehemaligen Wachwagen der DLRG, der bei starken Herbststürmen in den Kreidesee kippte. Anfangs schwamm der Wohnwagen für kurze Zeit an der Oberfläche, da er größtenteils aus Holz besteht. Nachdem eine Bergung zu aufwendig und kostspielig war, versank der Wohnwagen dann in 25 Meter Wassertiefe. Die komplette Ausstattung der Wachmannschaft ging damals auch verloren. Heute liegen allerdings nur noch vereinzelt einige Gegenstände an der Unglücksstelle unterhalb des Ufers. Als Fotomotiv eignet er sich weniger, da sich viele Taucher hier verewigt haben. Die Tür ist ziemlich eng und man sollte das Innere meiden. Wer durch die Fenster schaut, sollte darauf achten, dass dabei mit den Flossen kein Sediment aufgewirbelt wird. Beim Wohnwagen kann man eigentlich immer tauchen, da die Sonne von allen Seiten einwirken kann.

BOJE: 17     EINSTIEG: E4B     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 3-4      TAUCHTIEFE: 26 m     FOTO & VIDEO:

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18 - Segelyacht Hemmoor

Am Einstieg 4B liegt in 15 Meter Wassertiefe eine 13 Meter lange Segelyacht mit drei Kabinen, Maschinenraum und großer Steuerstandkabine. Der Mast des aufrecht auf dem Grund stehenden Wracks beginnt in fünf Meter Wassertiefe und ist mit einer Boje an der Oberfläche kennzeichnet. Das Heck der Yacht mit den zwei Propellern ragt etwa einen Meter über eine Abruchkante ins freie Wasser, welches beim Antauchen aus dem tieferen Wasser einen imposanten Eindruck hinterlässt. Das Wrack eignet sich als Ausbildungsobjekt für ein Wracktauch-Brevet und sollte auch nur mit entsprechender Ausbildung von innen betaucht werden. Das Innere hält so einige Gimmicks bereit. Die Yacht liegt etwa 25 Meter neben dem alten Wohnwagen, so dass beide Objekte auch in einem Tauchgang betaucht werden können.

BOJE: 18     EINSTIEG: E4B     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 2-3     TAUCHTIEFE: 15 m     FOTO & VIDEO:  

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19 / 20 - Kabelrolle Stolleen

Die Kabelrolle wurde in der Grube vermutlich achtlos irgendwo hingeworfen und vergessen. Viele Geräte wurden elektrisch betrieben und der Bedarf an starken Elektrokabeln war damals groß. Der Stollen, welcher mittlerweile im Eingangsbereich eingestürzt ist, ist kaum noch als olcher zu erkennen. Es könnte sich dabei um große Lufteinschlüsse im damaligen Erdreich oder um einen Probestollen zur Materialerkundung gehandelt haben.

BOJE: keine     EINSTIEG: E4B     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 1-3     TAUCHTIEFE: 20-25 m     FOTO & VIDEO:     

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21 - Hügellandscaft

Die Hügellandschaft verteilt sich auf einer Fläche von etwa 100 mal 25 Meter und zeigt ein total untypisches Bild der sonst im ganzen See klar zu erkennenden Abbaustruktur. Es ist hier nicht möglich, an einer bestimmten Abbruchkante in einer bestimmten Tiefe entlangzutauchen, da überall kleine Halden aufgetürmt sind. Alte Luft aufnahmen zeigen deutlich, dass an dieser Stelle hauptsächlich Sandschichten zu fi nden waren. Allerdings stehen dafür in diesem Bereich mehrere kleine Büsche, die im Sand damals besser gedeihen konnten, als auf dem Kreideboden. Die Sandschichten sind wohl auch ein Grund dafür, dass die Grube in südlicher Richtung vergrößert wurde. Da hier geangelt werden darf, fi ndet man auch häufi g noch abgerissene Angelschnüre mit teilweise neuen Blinkern dran. Hier wurden richtig monströse Brassen gesichtet, von dessen Existenz niemand etwas wusste.

BOJE: keine     EINSTIEG: E4B     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 1-3     TAUCHTIEFE: 20-25 m     FOTO & VIDEO:

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22 – Kleine Büsche & Bäume

Eine hübsche wie bizarre Unterwasserlandschaft mit Resten des einstigen Uferbewuchses. Hier fi ndet man viele kleine Büsche und Bäume, durch die man gefahrlos hindurchtauchen kann. Die Abstände sind so groß, dass ein Hängenbleiben ausgeschlossen ist. Aufpassen sollte man nur auf die abgerissenen Angelschnüre, welche teilweise in den Bäumen hängen. Diese erkennt man jedoch leicht an den vielen Algen, die dort hängen wie Wäsche auf der Leine! Wer von hier um die Ecke nach Osten taucht, stößt auf eine Sandböschung, die 1992 komplett in den See gerutscht ist und somit heute noch interessante Grundformationen bereithält. An einigen Stellen hat sich der Grund bis heute nicht beruhigt, und wenn man genug Zeit hat, kann man das Rieseln des Sandes, ähnlich wie in einer Sanduhr, beobachten. Die ehemalige abgebaute Grundstruktur ist durch den Erdrutsch und durch die Planierarbeiten einer schrägen Sandwüste gewichen.

BOJE: keine     EINSTIEG: E4A     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 1-2     TAUCHTIEFE: 6-8 m     FOTO & VIDEO:

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23 - Förderbandgestelle

Ein großer Schaufelradbagger hat in den letzten Jahren des Kreideabbaus noch große Mengen Kreide abgebaut, die auf einfachem und schnellem Weg der Zementproduktion zugeführt werden musste. Der Transport mit den Gruben-Lkws war für diese Menge nicht mehr geeignet, sodass der direkte und auch günstigere Weg das Förderband darstellte. Je nach Abbaugebiet musste das Förderband dem Bagger immer folgen und musste deshalb immer wieder versetzt werden. Mancherorts wurden die Förderbänder demontiert, die Gestelle aber einfach stehen gelassen. Da einige Gestelle vorher in den Boden gerammt wurden, war das Herausziehen der Ständer wahrscheinlich zu umständlich und lohnte sich wirtschaftlich nicht. Deshalb findet man heute im See noch ein paar Stellen mit ehemaligen Verankerungen für diese Bänder, die damals das »Graue Gold« transportiert haben.

BOJE: keine     EINSTIEG: E4A     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 1-2     TAUCHTIEFE: 6-8 m     FOTO & VIDEO:

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24 - Gullyschacht

Der drei Meter tiefe Gullyschacht gehörte zum Entwässerungssystem des Tagebaus und sitzt direkt über einer Quelle. Er wirkt heute völlig deplatziert. Damals aber wurde das im Schacht aufsteigende Quellwasser aufgefangen und über eine Rohrleitung entlang des Grubenrandes abgeleitet. Nach einigen hundert Metern hört die Rohrleitung oberhalb des Waldes auf, damit das Wasser dort in den bereits abgebauten und tiefsten Teil der Grube abfließen kann. So wurde verhindert, dass im Abbaubereich das Quellwasser ungehindert die Böschung hinabläuft und damit den Abbau behindert. Ein Muss für jeden neugierigen Taucher ist das Hineinleuchten, um bis auf den Grund des Schachtes zu sehen. Unterhalb des Gullyschachtes geht es treppenweise und constant bis zur tiefsten Stelle des Sees in 59 Meter Tiefe. Hier kommt ein orangenes Seil aus dem Boden. Dies ist an einem Gewicht befestigt, das vor über 25 Jahren die tiefste Seestelle markierte.

BOJE: keine     EINSTIEG: E4A     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 1-2     TAUCHTIEFE: 8 m     FOTO & VIDEO:

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25 - Holztreppe

Unterhalb vom Flachplateau, auf dem die Förderbandgestelle stehen, geht die Unterwasser-Böschung kontinuierlich und treppenweise bis in eine Tiefe von 59 Meter. Hier sind die einzelnen Abbaustufen auch heute noch sehr deutlich zu erkennen. An dieser Schräge liegt ein etwa sechs Meter langes hölzernes Treppensegment, welches in der Vergangenheit an diesem Platz überhaupt keinen Sinn ergab, da es auch das einzige Treppenstück an der Böschungsseite ist. Aufgrund seiner Bauart liegt die Vermutung nahe, dass es sich um ein einzelnes Teilstück der Rüttlertreppe handelt, welches sich beim Fluten der Grube aus seiner Verankerung gerissen hat, da das Holz einen zu starken Auftrieb erzeugte. Bei dem an der Küste meistens üblichen Nordwestwind ist das Treppenstück dann vermutlich hinüber getrieben und nach ausreichender Tränkung des Holzes hier wieder abgesunken.

BOJE: keine     EINSTIEG: E4A     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 3     TAUCHTIEFE: 20 m     FOTO & VIDEO: 

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26 / 27 - Rohrleitung Gully

Die Rohrleitung ist ein Relikt des Entwässerungssystemes der Grube und ist ein guter Orientierungspunkt, wenn man zum Wald abtauchen möchte. Sie entspringt am Gullyschacht und verläuft im Flachbereich entlang des Nordufers. Mit einer Länge von etwa 400 Meter und einem Durchmesser von etwa 20 Zentimeter endet das Rohr im freien Wasser vor dem Steilhang oberhalb des Waldes. Unter der Mündung sieht man noch sehr gut die ausgespülte Rille am Grund der damaligen Grube. Auf diese Weise wurde Quellwasser, welches im Abbaubereich der Grube störte, einfach zu einem bereits abgebauten Bereich umgeleitet. An manchen Stellen wurde die Leitung eingegraben. Es befinden sich auch noch weitere Schächte im Verlauf, allerdings sind diese mit stabilen Deckeln verschlossen.

BOJE: keine     EINSTIEG: E5     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 1-2     TAUCHTIEFE: 8 m     FOTO & VIDEO:

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28 - Wald

Der Wald unterhalb des Steilhanges zählt mit zu den Höhepunkten des Kreidesees. Im Randbereich stehen vereinzelt viele kleine Bäume. Sie sind der Grund, warum Taucher oft nach dem Tauchgang meinen, dass der Wald nicht so beeindruckend wäre. In Wirklichkeit aber waren sie nicht dort. Da hier ab 25 Meter die Steilwand in eine schräge Böschung übergeht, die erst in 55 Meter endet, ist es praktisch unmöglich, am Grund durch den Wald zu tauchen. Die bis zu zehn Meter hohen Bäume stehen genau auf dieser Schräge und berühren mit ihren Kronen uferseitig den Hang. Wer es trotzdem versucht, kommt nicht weit. Zu eng sind die Abstände und zusätzlich rieselt das auf den Ästen liegende Kreidesediment herab und trübt schnell die Sicht. Am schönsten ist es in 25 Meter Tiefe, wie ein Vogel über die Kronen hinwegzufliegen. Man sollte dabei aber genügend Abstand halten, um die vielen dünnen Zweige nicht zu beschädigen.

BOJE: keine     EINSTIEG: E5     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 1-2      TAUCHTIEFE: 35-55 m     FOTO & VIDEO:

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29 - Steilhang II

Ein weiteres Highlight, das massiv und beeindruckend einem Drop Off in tropischen Gewässern gleicht. Der von einen bis 35 Meter senkrecht verlaufende und in 35 Meter in eine starke Schräge übergehende Hang endet in etwa 55 Meter Tiefe. Er überzeugt durch seine Schroffheit und das Gefühl, über einem Abgrund zu tauchen. Stellenweise befinden sich am Steilhang einige Überhänge, die sehr imposant wirken, wenn man einen Aufstieg direkt an der Steilwand vornimmt. Wegen der großen Tiefe sind Anfänger hier am falschen Platz. Um das beste Feeling zu bekommen, sollte man in maximal zehn Meter Tiefe mit einem Abstand von fünf bis zehn Meter an der Wand entlangtauchen. So sieht man die obere Abbaukante der Wand, den massiven Hang und darunter das Bodenlose. Hier braucht man nicht aufs Detail zu achten, sondern muss das Ganze wirken lassen.

BOJE: keine    EINSTIEG: E5    TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 3-5    TAUCHTIEFE: 1-55 m    FOTO & VIDEO:

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30 - Klein Höhlen

Taucht man im Flachbereich entlang des senkrechten Steilhanges, stößt man auf mehrere kleine Löcher in der Wand. Es sind Höhlen, die nicht größer als zwei bis drei Quadratmeter sind. Man sollte jedoch auf keinen Fall den Kopf hineinstecken oder versuchen hineinzutauchen, da sofort loses Kreidegestein von den Decken bröselt, wenn die Blasen aufsteigen. Mit etwas Geduld sieht man auch von außen armdicke Aale, die Unterschlupf gesucht haben. Und an den Wänden einiger Löcher haben sich viele Dreikantmuscheln angesiedelt. Sie finden hier scheinbar hervorragende Lebensbedingungen. Bei den Höhlen handelt es sich entweder um Lufteinschlüsse in der Kreide oder um Löcher herausgebrochener Feuersteine, die im Kreidevorkommen Größen von über einem Meter Durchmesser hatten. Mit den Jahren sind die Löcher größer geworden, da sich immer wieder Kreidebrocken von den Wänden lösen.

BOJE: keine     EINSTIEG: E5     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 3      TAUCHTIEFE: 5-10 m      FOTO & VIDEO:

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31 – Kabelrolle

Auf dieser großen Kabelrolle wurden die armdicken Kabel der Elektrobagger in die Grube gebracht. Nach dem Abrollen wurde sie achtlos in der Grube gelassen, wo sie beim Fluten der Grube auftrieb, um dann an einer anderen Stelle wieder unterzugehen. Da hier während des Fabrikabrisses aufgeschüttet worden ist, kann ihr ehemaliger Platz nicht an dieser Stelle gewesen sein. Sie liegt in 35 Meter Tiefe vor dem Einstieg 5 und sollte nicht geplant angetaucht werden. In der Regel kommen hier nur Taucher vorbei, die auf dem Weg zum Steilhang schon zu tief und zu weit rechts sind. Tauchen Sie nach links, zu den ersten erkennbaren Ausläufern der Steilwand, da alle anderen Richtungen in eine öde schräge Sandwüste führen. Ein Weitertauchen geradeaus endet vermutlich in einem ewigen Auf und Ab, da dieser Bereich viele Sandhügel aufweist. Wer dann ohne Kompass unterwegs ist, muss mit einem freien Aufstieg im See rechnen.

BOJE: keine     EINSTIEG: E5     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 3-4     TAUCHTIEFE: 35 m     FOTO & VIDEO:   

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32 - Fischzucht Sperrgebiet

 Wenn man vom Parkplatz zum See läuft erkennt man als Erstes die Fischzuchtanlage. Die gesamte vordere Bucht ist für Taucher gesperrt und ist nur den Anglern vorbehalten. Es scheint, als gäbe es am Ufer entlang zum Einstieg 5 mehrere Möglichkeiten ins Wasser zu kommen. Doch steigen Sie erst über die bequeme Treppe ins Wasser. Erkennbar ist das Sperrgebiet auch an der Bojenleine an der Oberfl äche. Sobald man abtaucht erkennt man rechter Hand sofort die im Sperrgebiet liegenden Betontrümmer. Wenn man den Tauchgang beendet und zum Einstieg zurücktaucht, sollte man auft auchen, sobald mehrere große Betontrümmer am Grund zu sehen sind, da ein Betauchen der Anglerzone ein sofortiges Tauchverbot zur Folge haben kann. Dieser Bereich ist auch durch die Trümmer und die vielen abgerissenen Angelschnüre gefährlich zu betauchen. Es ist nicht auszuschließen, dass sich Betonteile lösen und bei unachtsamer Berührung herabstürzen.

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33 - Weisser Hai

Der “Weiße Hai” ist eine imposante Plastikfi gur in etwa zehn Meter Tiefe. Mit einer Länge von gut sieben Meter sieht der Räuber so echt aus, dass es einem schon aus der Ferne »eiskalt den Rücken runterläuft «. Achtung! Die Zähne sind wie beim Original extrem scharf und beschädigen leicht den Anzug. Für viele Fotografen ist er ein lustiges Motiv zusammen mit dem Tauchpartner. Dafür wird der Hai schon mal gerne »geritten« oder der Kopf wird weit ins Maul gesteckt. Was aber leider zu immer weiteren Beschädigungen der Figur führt. Deshalb bitte »nur anschauen, nicht anfassen!« Da der Hai frei im Wasser schwimmt, ist er vom Ufer aus nur bei sehr guter Sicht zu orten. Deshalb sollte man im zehn- Meter-Bereich auf eine kleine eelleine achten, die vom Ufer aus zum Hai ins freie Wasser führt. Nach dem Haibesuch sollte man an das Ufer zurücktauchen, da nur zehn Meter weiter bereits

BOJE: keine     EINSTIEG: E0     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 1-2     TAUCHTIEFE: 10 m     FOTO & VIDEO:

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34 - Betontrümmerfeld

Am Betontrümmerfeld kommt man vorbei, wenn man zum »Weißen Hai« taucht. Man muss nicht extra hintauchen. Im Trümmerfeld liegen zahlreiche Beton- und Mauerreste von ehemaligen Fabrikgebäuden. Es ließ sich nicht vermeiden, dass bei der Grubenerweiterung und bei den späteren Abbrucharbeiten der Fabrik zahlreiche Gebäudeteile in die Grube bzw. den See stürzten. An den gewaltigen Betonteilen kann man noch heute erkennen, dass es in der Zementfabrik an Zement nicht gefehlt hat. In unmittelbarer Nähe fi ndet man im fl acheren Bereich von fünf Meter eine alte Steganlage des Wachdienstes, die vor ein paar Jahren hier vertäut wurde, um Platz für die neue, größere Anlage zu machen. Ungeachtet der Naturgewalten sind die Auft riebskörper durchgerostet und der Steg ist anschließend versunken. Die angekettete alte Stahlkiste diente vor ein paar Jahren einer Schatztauchaktion der Zeitschrift »unterwasser«.

BOJE: keine     EINSTIEG: E0     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 1-2     TAUCHTIEFE: 0-18 m     FOTO & VIDEO:

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35 - Überreste Steilhang

Wenn man vom Einstig E0 in nördliche Richtung taucht, gelangt man schon nach kurzer Zeit an eine senkrechte Steilwand, die scheinbar schon in zehn Meter Tiefe aufh ört und in einem schrägen Sandboden endet. Sie wirkt auf den ersten Blick nicht besonders spektakulär. Die Stelle hat aber einen historischen Hintergrund. Diese noch von Hand gegrabene Steilwand stammt aus der Anfangszeit des Kreideabbaus und wurde vermutlich zum Ende des 18. Jahrhunderts mit Spitzhacke und Schaufel in die Tiefe getrieben. Der Steilhang hatte hier eine Tiefe von weit über 100 Meter und am Grund befand sich ein kleiner See mit Quell- und Regenwasser. Später wurde genau dieser Bereich der Grube wieder mit Abraum gefüllt. Völlig absurd ist an dieser Stelle der Gedanke, dass 100 Meter unter dem jetzigen Grund vor 100 Jahren Menschen gearbeitet haben. Es fällt wirklich schwer, in diesen Dimensionen zu denken!

BOJE: keine     EINSTIEG: E0     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 1     TAUCHTIEFE: 10 m     FOTO & VIDEO: 

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36 - Schweiss & Arbeitstisch

Jedes Jahr wird der See auch von angehenden Berufstauchern genutzt, die mit der großen Tiefe und der hervorragenden Sicht optimale Ausbildungsmöglichkeiten entdeckt haben. Vor einigen Jahren wurde hier ein kleines Unterwasserfundament gegossen, um eine Arbeitsstelle für Unterwasserarbeiten einzurichten. An diesem Arbeitstisch wurden intensiv Schweiß- und Sägearbeiten geübt, um dies im alltäglichen Arbeitsleben bei null Sicht zu beherrschen. Der Tisch wird heute nicht mehr für die Ausbildung genutzt, da er viel zu klein ist. Mittlerweile ist auch das Ufer so stark bewachsen, dass die Oberflächenversorgung nicht mehr durchführbar ist. Als Fotomotiv stellt der Tisch aber heute noch Anforderungen an die Unterwasserfotografen.

BOJE: keine     EINSTIEG: E0     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 1     TAUCHTIEFE: 3 m     FOTO & VIDEO:     

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37 - Flieger

Am Einstieg 0 befindet sich in 10 Meter Tiefe freischwebend eine Piper 28, welche vor über 20 Jahren im Besitz von Alan Shepard war. Er war Astronaut, 1961 der erste Amerikaner im All und 1971 der fünfte Mann auf dem Mond. Das Flugzeug ist neongelb und schon von Weitem sichtbar. Beim Antauchen kann man sich leicht erschrecken, da am Steuerknüppel ein Skelett sitzt. Auf der Rückbank liegt ein geöffneter Geldkoffer mit Geldsäcken, -bomben und Funkgeräten. Man sagt, die Herkunft des Skelettes und des Geldkoffers sind bis heute nicht geklärt. Man erreicht den Flieger mit 70 Grad Kompasskurs vom Einstieg E0. Er hängt an dem großen Rührstützenfundament auf 27 Meter Tiefe. Wenn man den Flieger von unten antaucht, dann sieht es so aus, als würde er über einem hinwegfliegen. Auch das Antauchen von der Wasseroberfläche ist sehr interessant, da man den Grund nicht erkennen kann.

BOJE: 37     EINSTIEG: E0     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 1-2     TAUCHTIEFE: 10 m     FOTO & VIDEO:

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37 - Rührwekstütze

Erfahrene Taucher können unter dem Flieger ein riesiges Rührstützenfundament von etwa drei Meter Durchmesser bewundern. Hierbei handelt es sich um das große Mittelteil eines zirka 20 Meter großen Rührbeckens, auf dem der Rührarm montiert war. Die großen oberen Verschraubungen des Armes sowie die mächtigen Moniereisen an der Unterseite sind gut zu erkennen. An der Seite erkennt man noch an einigen Stellen Kachelreste. Wahrscheinlich war dem Abrissbagger dieses Stück zu heftig, sodass es einfach im See entsorgt wurde.

BOJE: 37     EINSTIEG: E0     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 3     TAUCHTIEFE: 27 m     FOTO & VIDEO: 

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38 - Streifenboot

Bei dem Wrack der Mahusan handelt es sich um ein ehemaliges Streifenboot von 16 Meter Länge. Es ist komplett ausgebrannt und besteht nur noch aus dem Rumpf mit Aufbau. Zwischenwände sind nicht mehr vorhanden. Im Bug- und Heckbereich befinden sich noch kleine Luken im Deck, die allerdings nicht durchtaucht werden können. Wer mit der Lampe hineinleuchtet, kann im Heck noch die stabile Ruderanlage erkennen. Bei der Versenkung des Wracks ist es unter Wasser noch etwa 100 Meter abgedriftet, wodurch es heute für die technischen Taucher ungünstig zu erreichen ist. Es ist jedoch beabsichtigt, die Mahusan noch einmal in tieferes Wasser umzulegen.

BOJE: Keine     EINSTIEG: E2     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 5-6     TAUCHTIEFE: 49 m     FOTO & VIDEO: 

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39 & 40 - Tauchplattform

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41 - Chinesisches Tor

Die Veranstalter vom beliebten Apnoe Happening stellen sich vor jedem Event der gleichen Herausforderung, eine neue überraschende Station in ihrem Unterwasserparcours zu integrieren. So entstand auch die Idee mit dem Chinesischen Glückstor, welches sie 2013 auf dem Hinterhof eines asiatischen Restaurants im desolaten Zustand entdeckten. Es wurde zu den Vereinsräumen transportiert, und dort liebevoll restauriert. 2015 wurde es dann im Kreidesee vor dem Einstieg 0 versenkt, um es beim Apnoe-Happening zu nutzen. Hier konnten alle Teilnehmer in 14 m Tiefe eine Glücksnummer ertauchen, die zur Teilnahme an einer Verlosung berechtigte. Nach dem Apnoe Happening wurde das Tor direkt vor dem Einstieg 1 installiert, sozusagen als Eingang zum See. Wer es heute durchtaucht, ohne dabei den Grund oder das Tor zu berühren, darf sich etwas wünschen! Es bleibt somit nach altem Brauch ein echtes Chinesisches Glückstor.

BOJE: keine     EINSTIEG: E1     TAUCHERISCHER ANSPRUCH: 1     TAUCHTIEFE: 3 m     FOTO & VIDEO:  

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Tauchrouten

Die Tauchbasis Kreidesee Hemmoor hat acht Tauchrouten zusammengestellt, die alle Attraktionen und Höhepunkte des Sees beinhalten und sich für unterschiedliche Erfahrungsgrade eignen.


Route 1 · Einstieg E0

Ein perfekter Kurs, um den Kreidesee und seine Attraktionen zu erleben. Sie überqueren die Liegewiese zum EINSTIEG E0, an dem auch das Taucher-Tretboot festgemacht ist. Kompasskurs auf 70 Grad einstellen. So erreichen Sie das versenkte Flugzeug (37), ein attraktives Foto- und Videomotiv in zehn Meter Tiefe. Erfahrene Taucher können unter dem Flieger in 27 Meter Tiefe ein riesiges Rührstützen-Fundament (37) bewundern. Vom Flieger bzw. Fundament tauchen Sie dann in Uferrichtung. In zehn bis 15 Meter Tiefe biegen Sie in Richtung Nord entlang des Westufers ab. Nach 50 Metern ist ein Förderband (1) auf 13 Meter Tiefe zu sehen. Tauchen Sie weiter und langsam flacher. Nach weiteren 50 Metern gelangen Sie zu einem Feld mit Betontrümmern (34), welche in der Vergangenheit einfach hier entsorgt wurden. Bitte diesen Bereich nicht mit dem Sperrgebiet Fischzucht (32) verwechseln, wo absolutes Tauchverbot herrscht. In zirka zehn Meter Tiefe stößt man auf ein Seil, welches horizontal in den See führt. Folgt man dem Seil, stößt man nach 25 Metern in zehn Meter Tiefe auf einen sieben Meter langen Weißen Hai (33). Größe und Aussehen sind imposant. Achtung: Nicht fummeln! Die scharfen Zähne schneiden leicht jeden Handschuh kaputt. Nach der Haibegegnung sollten Sie umdrehen und in einer Tiefe von etwa sechs Meter langsam zurücktauchen. Nach etwa 15 Metern stoßen Sie in Ufernähe auf einen versunkenen Steg, an dem eine Stahlkassette angekettet ist. Sie ist ein Relikt aus einer Schatzsucheraktion der Zeitschrift »unterwasser«. Weiter am Ufer entlang gelangen Sie schließlich zu einem senkrechten Steilhang (35), der einmal 120 Meter tief war, doch nach der Befül Die Tauchbasis Kreidesee Hemmoor hat acht Tauchrouten zusammengestellt, die alle Attraktionen und Höhepunkte des Sees beinhalten und sich für unterschiedliche Erfahrungsgrade eignen.

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Route 6 · Einstieg E0 · Boot-Tour

Der Kreidesee ist groß und nicht alle Plätze sind von Land aus erreichbar. Die Tauchbasis bietet daher die Möglichkeit, mit einem Tretboot (Motorboote sind verboten) die im Osten gelegene Kirchenbucht zu erreichen. Ein Zone, in der Sie auch bei Hochbetrieb keinen Tauchern begegnen. Das Tretboot ist für zwei Taucher ausgelegt. Es besitzt eine Plattform für die Ausrüstung und eine Taucherleiter. Vom EINSTIEG E0 »treten« Sie etwa sieben Minuten bis zur Ankerboje auf der gegenüberliegenden Seeseite. Hier sind eine alte Holztreppe in 20 Meter Tiefe (25) und kleinere Eisengestelle (23) zu sehen. Im Flachwasser bis zehn Meter Tiefe stehen Büsche, zwischen denen sich Fischschwärme tummeln. Mit etwas Glück können hier Forellen bei der Jagd beobachtet werden – ein tolles Erlebnis. Weiter finden sich an diesem Platz alte Rohrleitungen (26), Gullys (24), Schaufeln, Gummistiefel und anderes Werkzeug. Das Schönste ist jedoch, dass Sie hier immer alleine tauchen.

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Route 2 · Einstieg E1

Diese Route ist ebenfalls ideal, um den Kreidesee kennenzulernen. Folgen Sie ab EINSTIEG E1 den Bordsteinen der ehemaligen Pflasterstraße, die langsam in die Tiefe führt. Rechter Hand stoßen Sie auf kleine Bäume (7) und weiter auf der linken Seite auf zwei Ausbildungs-Plattformen (6) in drei und sechs Meter Tiefe. Im weiteren Verlauf der Straße entdecken Sie ein versenktes Segelboot in elf Meter Tiefe (5). Links daneben eine weitere Plattform in zwölf Meter Tiefe (6). Von hier aus können Sie bei klarer Sicht die große Steilwand genießen (4), die auf über 55 Meter Tiefe abfällt. Tariergeübte dürfen einen Abstecher über die Steilkante ins Freiwasser wagen, um das Gefühl des freien Schwebens zu genießen. Folgen Sie nun der Steilkante in Richtung Rüttler in 26 Meter Tiefe (10). Wer von hier zur Pflasterstraße blickt, wird eine Betonbombe erkennen (8), mit der einst Schüttgut verbracht wurde. An diesem Punkt sollten Sie die Straße links verlassen und durch ein versunkenes Wäldchen (7) wieder zum Einstieg zurückkehren. Nur geübte Taucher sollten durch die Bäume tauchen, da diese schon sehr brüchig sind. Alle anderen sollten der gepflasterten Straße folgend zurücktauchen. So kann man bei guter Sicht die Bäume, die ganze Straße und den Steilhang überschauen. Bei wenig Tauchbetrieb ist es möglich, vor dem EINSTIEG E1 beim Sicherheits-Dekostopp kapitale Lachsforellen zu beobachten, die in Schwärmen neugierig den Taucher umkreisen.

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Tech Einsteig · Einstieg 2

"Tech Einstieg" Speziell für die Trimixtaucher wurde der Einstieg 2 konzipiert...Er ist so gebaut, dass ausreichend Ausrüstung links und rechts auf dem Steg abgelegt werden kann. Ins Wasser geht es dann bequem über die mittlere Treppe, wo man auf einer ca. 1,3 m tiefen Plattform stehen kann. Hier ist dann ein bequemes Anlegen der gesamten Ausrüstung möglich. Taucht man vom Einstieg gerade nach vorne, gelangt man quer über die Straße schnell an die Steilwand, die bis auf 55 m Tiefe abfällt. Von hier wieder geradeaus und Tiefen bis zu 59 m sind möglich.

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Route 7 · Tekki-Tour · Einstieg 2

Für Tech-Taucher empfehlen wir das Wrack der Mahusan (38). Es liegt zur Zeit auf 49 Meter Tiefe, soll aber bald auf 53 Meter verlegt werden. Weiter bietet sich der EINSTIEG E2 an, da dieser optimal auf das Tech-Tauchen abgestimmt wurde und man von hier aus schnell größere Tiefen erreichen kann. Vom EINSTIEG E2 hat man ebenfalls die Holztreppen vor dem Rüttler schnell erreicht.

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Route 3 · Einstieg E3

Am besten fahren Sie mit dem Pkw über den Schotterweg bis zum EINSTIEG E3. Eine Treppe führt den Hang hinab zum verankerten Taucherponton am Ufer. Folgen Sie der Leine vom Ponton aus, die unmittelbar zum Rüttlergeländer führt (10). Beim Abtauchen sollte unbedingt Bodenkontakt vermieden werden, da sonst Sedimente aufgewirbelt werden. Bei guter Sicht und wenig Tauchbetrieb ist der Rüttler bereits kurz unter der Wasseroberfläche zu erkennen. Auf seinem Dach angekommen, sticht der Lkw hervor, der hier 2006 versenkt wurde. Ab hier bieten sich zwei Routen an: Geübte können durch die mittig angebrachte Schütte hindurch abtauchen. Anfänger schweben an den Außenwänden hinab. Wer Erfahrung hat, kann im Gebäude in Luftblasen auftauchen. Eine kleine Blase befindet sich hinter der Schütte, eine größere unter der ersten Etage auf der rechten Seite. Schaltet man darin die Lampe aus, entsteht eine grottenartige Atmosphäre. Da die Hohlräume undicht sind, ist die Größe der Blasen schwankend. Die Luft wird also ständig erneuert, und ein kurzes Gespräch mit leichter Micky-Maus-Stimme ist möglich. Das sollten aber nur geübte Taucher ausprobieren. Achtung: Die Erste Stufe kann in der Luftblase beim Gebrauch des Inflators schneller vereisen. Also besser nur stoßweise das Jacket füllen. Weiter geht es abwärts in den Keller des Rüttlers. Hier können Sie noch in verschiedene Gänge leuchten, die jedoch aus Sicherheitsgründen verschlossen wurden. Folgt man dem Seil, gelangen Sie zur Meisterbude (9). Auch diese ist inzwischen vergittert, um nicht in die Gänge zu gelangen. Vor dem Rüttler fällt ein Steilhang bis auf über 55 Meter Tiefe ab, an dem noch die alten Holztreppen hängen (11), die zur Zeit des Tagebaus zum Pumpenhaus in 120 Meter Tiefe führten. Dieser Platz ist jedoch nur für erfahrene Taucher.

Beim Aufstieg sollte man noch unter der Rüttlerbrücke hindurchtauchen, diese gewaltige Konstruktion ist von unten imposant anzuschauen. Unter ihr liegt noch ein alter Anhänger aus der Abbauzeit. Zudem sind vor Ort noch Mülltonnen, Laternen, Pumpleitungen, Stahlschränke und Förderbandreste verstreut. Sie können nun wieder direkt aufsteigen und im Flachwasser noch zwischen den Bäumen dümpeln oder langsam entlang der Straße auft auchen, wobei Sie ein Andreaskreuz mit Ampel passieren. Etwas weiter oberhalb liegt noch ein alter Stockanker. Nun können Sie den Tauchgang beim EINSTIEG E2 beenden, der wegen seiner optimalen Bauweise gerne von Tech-Tauchern genutzt wird. Oder Sie kehren wieder zu Ihrem Startpunkt am Ponton von E3 zurück.

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Einstieg E4A

Derzeit keine Daten vorhanden. Bitte besuchen Sie wieder.

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Route 4 – Einstieg E4B

Dieser Einstieg liegt im hinteren Bereich des Kreidesees und hat an belebten Tagen bessere Sichtweiten, denn er wird nicht so stark besucht. Zuerst tauchen Sie zum alten DLRG-Wohnwagen in 26 Meter Tiefe (17). Von hier aus folgen Sie der Abbruchkante in südlicher Richtung und tauchen nach etwa 50 Metern auf das Plateau hinab, auf der die große Segelyacht »Hemmoor« in 15 Meter Tiefe ruht (18). Das 13 Meter lange Wrack ragt mit seinem Heck über die Abbruchkante hinaus. Um die Mittagszeit, wenn die Sonne im Süden steht, sollte man das Heck vom unteren Plateau aus antauchen. Ein atemberaubender Anblick! Wer die entsprechende Ausbildung hat, kann in das Wrack hineintauchen. Es gibt einen Funkraum, ein Bad, eine Kombüse, den Brückenraum und eine Schlafk ajüte sowie den leeren Maschinenraum. In allen Räumen sind Gimmicks eingebaut, so dass man hier stöbern kann. Der Mast der Segelyacht ragt bis auf fünf Meter Tiefe hoch und ist an der Oberfl äche mit einer Boje markiert. Sie birgt ein Geheimnis, das Sie an der Tauchbasis erfahren können. Beide Tauchplätze sind durch eine Boje ekennzeichnet und von der Wasseroberfl äche aus zu erreichen. Im Umkreis des Wracks befi ndet sich noch ein Computertisch, der von Unbekannten unerlaubt entsorgt wurde. Wer beste Sichtweiten genießen will, der sollte weiter nach Süden am Ufer entlang tauchen. Hier ist so gut wie kein Tauchbetrieb und vereinzelte Relikte aus dem Tagebau sind zu sehen. Eine Kabelrolle (19), ein eingestürzter Stollen (20) und eine gellandschaft in Tiefen zwischen 20 und 25 Meter (21). Allerdings wird der Bereich hinter dem EINSTIEG E4B auch gerne von Anglern genutzt. Deshalb sollten Sie vor dem Tauchgang darauf achten, ob sich dort Angler aufh alten. Wenn ja, ist es besser, zurück zu EINSTIEG E4A zu tauchen, um dort den Tauchgang zu beenden. Direkt vor dem Einstieg liegen in 20 Meter Tiefe zwei Pkws (15), als hätte es hier einen Unfall gegeben. Ein Mitsubishi, der früher der DLRG als Transporter diente und ein Polo, der vom NDR für die Sendung »Notruf« versenkt wurde. Oder Sie wählen den Abstieg beim Parkplatz E4A, um vorbei am »Verkehrsunfall« und anschließend zum Wohnwagen II in 40 Meter Tiefe zu tauchen (16). Danach kann man sich entweder linkerhand zum Rüttler beim EINSTIEG E3 halten oder rechts zum Wohnwagen I in 26 Meter Tiefe (17) tauchen, um beim EINSTIEG E4B den See wieder zu verlassen. Wer gerne flach taucht, kann am Ufer entlang zum EINSTIEG E4A zurückschwimmen. Der Rückweg zum Parkplatz ist dann kürzer.

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Route 5 – Einstieg E5

Nach dem Einstieg sollten Sie zunächst über das Flachplateau hinweg in südöstliche Richtung schnorcheln. Erst hier beginnt der Tauchgang bei einem Abflussrohr (27) in etwa acht Meter Tiefe. Tauchen Sie entlang der Steilwand (29) – rechte Schulter – bis auf 25 Meter. Hier sind Bäume eines Waldes (28) an der Grubenschräge zu erkennen. Die Bäume führen hinunter bis in 55 Meter Tiefe. Doch der Eindruck, über scheinbar schneebedeckten Wipfeln zu schweben, ist am schönsten. Aber Vorsicht: Die Zweige sind morsch und man muss Abstand halten, da ein Flossenschwall genügt, um die Zweige zu brechen. Nach etwa 20 Metern in Richtung Nordwest werden die Bäume kleiner und lichter. Nun sollten Sie langsam am Steilhang auftauchen. Halten Sie Abstand, um den imposanten Gesamteindruck der Wand zu genießen. Erst in einer Tiefe von etwa zehn Metern sollten Sie die Wand antauchen und rechts nach Osten abbiegen – wenn Sie im Flachwasser wieder zurücktauchen möchten. Weiter entlang der Steilwand sind einige kleine Höhlen (30) zu entdecken, in die man aber nicht hineintauchen kann. Die Wand ist im Acht-Meterbereich am schönsten, wenn die Abbruchkante zu sehen und das Nichts unter dem Taucher zu ahnen ist. Auf dem Rückweg zur Rohrleitung weicht die Steilwand einem abgestuften Ufer. Eine ideale Stelle, um Fauna und Flora zu genießen. Sie werden sich wundern, welche Pflanzenvielfalt und Kleinlebewesen es zu sehen gibt. Beim Zurücktauchen im Flachwasser sollten Sie darauf achten, den EINSTIEG E5 nicht zu verpassen, da Sie sonst in der Fischzucht landen. Was nicht ungefährlich ist und zu einem Tauchverbot führen kann.

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Route 6 · Einstieg E0 · Boot-Tour

Der Kreidesee ist groß und nicht alle Plätze sind von Land aus erreichbar. Die Tauchbasis bietet daher die Möglichkeit, mit einem Tretboot (Motorboote sind verboten) die im Osten gelegene Kirchenbucht zu erreichen. Ein Zone, in der Sie auch bei Hochbetrieb keinen Tauchern begegnen. Das Tretboot ist für zwei Taucher ausgelegt. Es besitzt eine Plattform für die Ausrüstung und eine Taucherleiter. Vom EINSTIEG E0 »treten« Sie etwa sieben Minuten bis zur Ankerboje auf der gegenüberliegenden Seeseite. Hier sind eine alte Holztreppe in 20 Meter Tiefe (25) und kleinere Eisengestelle (23) zu sehen. Im Flachwasser bis zehn Meter Tiefe stehen Büsche, zwischen denen sich Fischschwärme tummeln. Mit etwas Glück können hier Forellen bei der Jagd beobachtet werden – ein tolles Erlebnis. Weiter finden sich an diesem Platz alte Rohrleitungen (26), Gullys (24), Schaufeln, Gummistiefel und anderes Werkzeug. Das Schönste ist jedoch, dass Sie hier immer alleine tauchen.

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