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Eurosub - Einsätze

Das Eurosub ist am Kreidesee Hemmoor stationiert und führt dort jährlich zahlreiche Gastfahrten im Unterwasserpark der Tauchbasis Kreidesee durch. Es wurde bisher aber auch bei mehreren Expeditionen und Einsätzen im Ausland eingesetzt.

Von kroatischen Behörden wurde das Eurosub 2009 zur Iden- tifizierung eines Wracks vor Dubrovnik gechartert, an dem sich bereits mehrere tödliche Tauchunfälle ereignet hatten. Der italienische Panzerkreuzer "Guiseppe Garibaldi", welcher 1915 durch ein österreichisch-ungarisches U-Boot versenkt wurde, konnte in 130m Tiefe identifiziert werden.

Die zweite Expedition führte 2010 nach Südnorwegen, in den Küstenabschnitt von Kristiansand, um dort ein Wrack zu lokalisieren. Starker Wellengang und schlechte Sicht erschwerten den Einsatz. Die Identität des Wracks in über 75m Tiefe ist bis heute ungeklärt geblieben.

Nach größeren umfangreichen Umbauten führte das Eurosub 2011 zahlreiche Testfahrten vor Westnorwegen im Europä- ischen Nordmeer sowie im Kvernesfjord durch. Um das Schleppverhalten zu testen wurden die Tauchfahrten weit vor der Küste durchgeführt.

2012 wurde im Skagerak, im Küstenabschnitt vor Lillesand nach einem vermissten englischen Jagdflugzeug aus dem zweiten Weltkrieg gesucht. Die Suche blieb bis auf ein even- tuell passendes Rad leider erfolglos, da die Aussagen von Fischern sehr vage waren und ein Abdriften des sinkenden Fliegers wegen starker Strömung wahrscheinlich ist.

Weitere Tauchfahrten erfolgten 2013 in Südnorwegen, um dort nach dem Wrack der „Rio de Janeiro“ zu suchen, welches 1940 von einem alliierten U-Boot während des deutschen Überfalls auf Norwegen vor Lillesand versenkt wurde. (Das Wrack wurde 2015 in 140m Tiefe entdeckt.)

Eine weitere Expedition führte zur deutschen Hochseeinsel Helgoland, um UW-Sonaraufnahmen von einem neu entdeckten U-Bootwrack anzufertigen.

2014 wurden im Küstenabschnitt vor Kristiansand zahlreiche Fahrten zur Kartierung und Identifizierung von drei noch unbekannten Wracks durchgeführt. Diese Wracks liegen in einem vergessenen Versenkungsgebiet, in dem noch zahlreiche weitere Wracks auf engstem Raum vorhanden sind.

2015 war Narvik in Nordnorwegen Ziel mehrerer Tauchfahrten, um die im 2. Weltkrieg versenkten Zerstörer und Erzfrachter zu dokumentieren. Hierbei wurde hochwertiges Film- und Fotomaterial angefertigt. Aufgrund der Größe einiger Wracks konnte das Eurosub teilweise sogar in die Frachträume einfahren.

Terminabsprachen sind täglich unter 0049 (0)4771 7921 möglich.